Sommer, Sonne, Grillfleisch. Sobald die Temperaturen wieder steigen, beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres. Endlich kann man den Pelzmantel wieder in den Kleiderschrank verbannen und die Sonnenbrille herauskramen. Und jeden zieht es nach Draußen - sei es ins Schwimmbad, zum rituellen Erhitzen lebloser animalischer Materie oder einfach nur zum Sonnenbaden im Park. Was des einen Freud, ist aber bekanntlich des anderen Leid. Die strahlende Sonnenmedaille hat nämlich auch ihre Kehrseiten. Insbesondere für sportlich aktive Zeitgenossen, die auch weiterhin ihrem Hobby frönen wollen. Angesichts brütender Hitze und schwülwarmen Witterungsverhältnissen kann das athletische Vorhaben nämlich schnell in Frust ausarten. Vor allen Dingen, wenn man - wie ich - relativ hitzeempfindlich ist. Was ich dieses Jahr leider auch anlässlich des Johannes Gutenberg Halbmarathons wieder schmerzlich erfahren musste...
Wie sehr sich höhere Temperaturen auf die sportlichen Leistungen auswirken können, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen wäre hier die jeweilige genetische Prädisposition zu nennen: jeder verträgt Hitze - oder Kälte - unterschiedlich. Einige blühen im Sommer erst so richtig auf, andere gehen wie ein welkes Blumenbeet ein. Davon abgesehen bzw. in diesem vorgegebenem Rahmen ist aber durch Training auch eine gewisse Anpassung bzw. Gewöhnung möglich. Heißt: Je regelmäßiger man bei höheren Temperaturen trainiert, desto besser werden irgendwann auch die Leistungen. Aber auch mit Training wird aus einer arktischen Frostbeule kein tropischer Sonnenanbeter. Daher sollte bzw. kann man folgende - musikalische - Punkte beachten, damit auch im Sommer das Laufen nicht zur Qual wird.
Von 13.1 auf 140.6 Meilen, vom Running Man zum Iron Sven - mit diesem persönlichen Sporttagebuch möchte ich meine - hoffentlich erfolgreiche - Reise zum Ironman dokumentieren. Die Ausgangssituation: vom mehr oder minder ambitionierten Freizeitläufer zum Triathleten. Swim! Bike! Run!
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Mittwoch, 8. Juni 2016
Mittwoch, 4. November 2015
Sportweisheiten II: (Miss)Erfolg ist relativ!
Sport ist Wettkampf. Der oder die Gegner: andere Sportler, aber auch man selbst. Genau so wie man z.B. bei einem Volkslauf versucht, noch einen oder zwei Plätze gut zu machen, kann es auch Spaß machen, sich selbst zu schlagen bzw. zu unterbieten. Erfolg und Misserfolg liegen hierbei jedoch sehr eng beieinander: an einem Tag fällt die persönliche Bestzeit, an einem anderen will so gut wie nichts gelingen. Trotz
Ehrgeiz und Zielen sollte daher man nie vergessen, Erfolg und Misserfolg relativ zu sehen. Insbesondere wenn man das Gefühl hat, auf der Stelle zu treten, sind Vergleiche sehr hilfreich - intern wie extern.
Da wäre zunächst die eigene, persönliche - i.e. interne - Entwicklung: gerade wenn es mal hakt, oder man das Gefühl hat, nicht voranzukommen, sollte man sich immer mal vor Augen halten, welchen Weg man bereits zurückgelegt hat. Hier führe ich immer gerne meine eigenen bescheidenen Laufanfänge an. Als ich vor knapp 10 Jahren zum ersten Mal die Laufschuhe schnürte, waren mehr als zwei Kilometer am Stück nicht drin. Seitdem ging es - mit Auf, Abs und Pausen - mehr oder minder stetig vorn. Der vorläufige Höhepunkt war der diesjährige Gutenberg Marathon in unter zwei Stunden. Das mag dem ein oder anderen Läufer nur ein müdes Lächeln abringen, aber für mich war das schon ein großer persönlicher Erfolg und im Vergleich zu meinen zarten Anfängen ein kleiner Quantensprung.
Neben diesem 'internen' Vergleich' sollte man auch nicht vergessen, sich - intelligent und in Maßen - mit anderen Freizeitathleten - i.e. extern - zu vergleichen. Dabei ist es aber wichtig, stets zu differenzieren. Wenn ich z.B. auf meiner Strecke von einem anderen Läufer überholt werde, mag das möglicherweise frustrierend sein. Allerdings sollte man sich dann auch bewusst machen, dass dieser Moment nur bedingt Aussagen über die eigene Leistung erlaubt. Ja - der Läufer war schneller. Was ich allerdings nicht weiß: Wie lange wer er heute bereits unterwegs? Wie lange trainiert er insgesamt? Absolviert er u.U. gerade ein Intervalltraining? Wie oft trainiert er insgesamt? etc. Das sind nur einige Punkt, die man in einer derartigen Situation bedenken sollte. Ein echter, fairer Vergleich ist im Grunde nur unter identischen Voraussetzungen möglich, also z.B. nur bei gleicher Strecke, gleichem Gewicht, gleichem Trainingspensum, gleichem professionellem und/oder familiären Stresspegel usw. - you get the idea. Jemanden zu überholen macht aber zugegebenermaßen trotzdem Spaß ;-P
Noch ein konkretes Beispiel aus meinem aktuellen Schwimmtraining: da jeder jederzeit an dem Kurs teilnehmen kann, kommen auch immer mal wieder neue Gesichter hinzu. Seit vorletztem Mal ist auch ein nahezu perfekt austrainierter Sportaholic dabei, der an 5-6 Tagen in der Woche zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, bereits einen Marathon absolviert hat, und sich nun auch dem Schwimmen widmen möchte. Der Triathlon lässt grüßen ;-) Nun würde man vermuten, dass er sich aufgrund seiner Statur und Ausdauer eigentlich wie ein Schaufelraddampfer durch das Wasser pflügen müsste. Aber ganz im Gegenteil: nach 2-4 Bahnen Einschwimmen war der arme Kerl völlig außer Atem. Des einen Leid, des anderen "Freud": wie in einem Spiegel bzw. in einer Zeitmaschine sah ich mich quasi selbst, wie ich noch vor 3-4 Wochen am Strampeln und am Verzweifeln war. Ich gleiche zwar nach wie vor eher einer Wasserleiche als einer Wasserratte, aber die Situation zeigte mir auch klar auf, dass ich trotz aller Zweifel und Semi-Frustration auch bereits ein wenig besser geworden bin. Alles in allem ein - wie ich meine - schönes und typisches Beispiel dafür, welche postitiven und motivierenden Effekte ein Vergleich - sei es mit der eigenen Entwicklung oder der Entwicklung anderer - haben kann. Erfolg und Misserfolg sind eben relativ :-)
Da wäre zunächst die eigene, persönliche - i.e. interne - Entwicklung: gerade wenn es mal hakt, oder man das Gefühl hat, nicht voranzukommen, sollte man sich immer mal vor Augen halten, welchen Weg man bereits zurückgelegt hat. Hier führe ich immer gerne meine eigenen bescheidenen Laufanfänge an. Als ich vor knapp 10 Jahren zum ersten Mal die Laufschuhe schnürte, waren mehr als zwei Kilometer am Stück nicht drin. Seitdem ging es - mit Auf, Abs und Pausen - mehr oder minder stetig vorn. Der vorläufige Höhepunkt war der diesjährige Gutenberg Marathon in unter zwei Stunden. Das mag dem ein oder anderen Läufer nur ein müdes Lächeln abringen, aber für mich war das schon ein großer persönlicher Erfolg und im Vergleich zu meinen zarten Anfängen ein kleiner Quantensprung.
Neben diesem 'internen' Vergleich' sollte man auch nicht vergessen, sich - intelligent und in Maßen - mit anderen Freizeitathleten - i.e. extern - zu vergleichen. Dabei ist es aber wichtig, stets zu differenzieren. Wenn ich z.B. auf meiner Strecke von einem anderen Läufer überholt werde, mag das möglicherweise frustrierend sein. Allerdings sollte man sich dann auch bewusst machen, dass dieser Moment nur bedingt Aussagen über die eigene Leistung erlaubt. Ja - der Läufer war schneller. Was ich allerdings nicht weiß: Wie lange wer er heute bereits unterwegs? Wie lange trainiert er insgesamt? Absolviert er u.U. gerade ein Intervalltraining? Wie oft trainiert er insgesamt? etc. Das sind nur einige Punkt, die man in einer derartigen Situation bedenken sollte. Ein echter, fairer Vergleich ist im Grunde nur unter identischen Voraussetzungen möglich, also z.B. nur bei gleicher Strecke, gleichem Gewicht, gleichem Trainingspensum, gleichem professionellem und/oder familiären Stresspegel usw. - you get the idea. Jemanden zu überholen macht aber zugegebenermaßen trotzdem Spaß ;-P
Noch ein konkretes Beispiel aus meinem aktuellen Schwimmtraining: da jeder jederzeit an dem Kurs teilnehmen kann, kommen auch immer mal wieder neue Gesichter hinzu. Seit vorletztem Mal ist auch ein nahezu perfekt austrainierter Sportaholic dabei, der an 5-6 Tagen in der Woche zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, bereits einen Marathon absolviert hat, und sich nun auch dem Schwimmen widmen möchte. Der Triathlon lässt grüßen ;-) Nun würde man vermuten, dass er sich aufgrund seiner Statur und Ausdauer eigentlich wie ein Schaufelraddampfer durch das Wasser pflügen müsste. Aber ganz im Gegenteil: nach 2-4 Bahnen Einschwimmen war der arme Kerl völlig außer Atem. Des einen Leid, des anderen "Freud": wie in einem Spiegel bzw. in einer Zeitmaschine sah ich mich quasi selbst, wie ich noch vor 3-4 Wochen am Strampeln und am Verzweifeln war. Ich gleiche zwar nach wie vor eher einer Wasserleiche als einer Wasserratte, aber die Situation zeigte mir auch klar auf, dass ich trotz aller Zweifel und Semi-Frustration auch bereits ein wenig besser geworden bin. Alles in allem ein - wie ich meine - schönes und typisches Beispiel dafür, welche postitiven und motivierenden Effekte ein Vergleich - sei es mit der eigenen Entwicklung oder der Entwicklung anderer - haben kann. Erfolg und Misserfolg sind eben relativ :-)
Laufweisheiten I: Keine Ausreden!
Nachdem ich im Schwimmtraining mal wieder eines jener typischen
Aha-Erlebnisse hatte, kam mir die Idee für eine neue, kleine, feine
Rubrik: Words of Wisdom: Erfahrungen und Weisheiten eines Freizeitsportlers.
Hier werde ich ab sofort sporadisch und unregelmäßig versuchen, einige persönliche Erfahrungen
und Eindrücke festzuhalten, die mir während meiner sportlichen
Schaffens- und Leidenszeit ein- und auffallen. Das Ganze ist natürlich hochsubjektiv,
mag aber hoffentlich auch ein Quäntchen Allgemeingültigkeit besitzen. Judge for
yourselves... Und los gehts...
Nach zwei Wochen herbstferienbedingter Auszeit hatte ich gestern ehrlicherweise ein bisschen Bammel vor einer frustrierenden Trainingseinheit im noch ungeliebten Nass. Kurzzeitig kam sogar derfeige Gedanke auf,
die Einheit diese Woche sausen zu lassen. Zudem fühlte ich mich nach dem Lauf am Sonntag auch nicht 100% fit. Redete ich mir zumindest ein. Wie sich am Ende
(wieder einmal) herausstellte, war es aber die absolut richtige Entscheidung, den inneren
Schweinehund zu knebeln und mit Psychopharmaka ruhigzustellen. Insgesamt
war das Training nämlich wesentlich besser als erwartet/befürchtet.
Was lernt man daraus, bzw. was bestätigt sich wieder einmal? Wenn man halbwegs ambitioniert Sport betreibt, und möglicherweise sogar auf ein - wie auch immer geartetes - Ziel hinarbeitet, gibt es im Grunde keine Ausreden, ein Training ausfallen zu lassen. Vom Tod der Tante, Vulkanausbrüchen oder Blinddarmoperationen natürlich abgesehen. Vage allgemeine Unlust, schlechtes Wetter oder Stress dürfen hingegen keine Gründe sein. Man sollte aber natürlich immer in seinen Körper hineinhorchen, und mögliche Krankheitssignale nicht ignorieren. Aber letztlich trennt sich hier m.E. die lethargische Spreu vom sportlichen Weizen: wer ständig Gründe sucht und findet, Trainingseinheiten ausfallen zu lassen, hat möglicherweise ein Motivationsproblem und sollte sich am Besten mal bewusst mit seinen Zielen auseinandersetzen und diese gegebenenfalls neu definieren.
Natürlich muss nicht jeder zwölf mal die Woche 23 Kilometer absolvieren, aber etwas Bewegung solle auf jeden Fall sein. Es muss ja nicht mal Laufen sein - es gibt unzählige andere Sportarten, in denen man aktiv werden kann. Wenn man sich nicht ausreichend motivieren kann, Laufen (oder Radfahren, oder Schwimmen...) zu gehen, muss man sich möglicherweise eine andere sportliche Betätigung suchen, oder die eigenen Ansprüche an die Realität anpassen: wenn ich platt gesagt permanent rumjammere, dass ich nicht zum Laufen komme, stecke ich mir u.U. zu hohe Ziele, mit denen ich mich nur unnötig unter Druck setze, und dadurch die Motivationssituation noch verschärfe - ein kleiner psychologischer Teufelskreis, den man nur bewusst durchbrechen kann. Also am Anfang vielleicht erst mal kleinere Laufbrötchen backen, und sich dann ganz allmählich steigern. Just do it! ;-)
Nach zwei Wochen herbstferienbedingter Auszeit hatte ich gestern ehrlicherweise ein bisschen Bammel vor einer frustrierenden Trainingseinheit im noch ungeliebten Nass. Kurzzeitig kam sogar der
Was lernt man daraus, bzw. was bestätigt sich wieder einmal? Wenn man halbwegs ambitioniert Sport betreibt, und möglicherweise sogar auf ein - wie auch immer geartetes - Ziel hinarbeitet, gibt es im Grunde keine Ausreden, ein Training ausfallen zu lassen. Vom Tod der Tante, Vulkanausbrüchen oder Blinddarmoperationen natürlich abgesehen. Vage allgemeine Unlust, schlechtes Wetter oder Stress dürfen hingegen keine Gründe sein. Man sollte aber natürlich immer in seinen Körper hineinhorchen, und mögliche Krankheitssignale nicht ignorieren. Aber letztlich trennt sich hier m.E. die lethargische Spreu vom sportlichen Weizen: wer ständig Gründe sucht und findet, Trainingseinheiten ausfallen zu lassen, hat möglicherweise ein Motivationsproblem und sollte sich am Besten mal bewusst mit seinen Zielen auseinandersetzen und diese gegebenenfalls neu definieren.
Natürlich muss nicht jeder zwölf mal die Woche 23 Kilometer absolvieren, aber etwas Bewegung solle auf jeden Fall sein. Es muss ja nicht mal Laufen sein - es gibt unzählige andere Sportarten, in denen man aktiv werden kann. Wenn man sich nicht ausreichend motivieren kann, Laufen (oder Radfahren, oder Schwimmen...) zu gehen, muss man sich möglicherweise eine andere sportliche Betätigung suchen, oder die eigenen Ansprüche an die Realität anpassen: wenn ich platt gesagt permanent rumjammere, dass ich nicht zum Laufen komme, stecke ich mir u.U. zu hohe Ziele, mit denen ich mich nur unnötig unter Druck setze, und dadurch die Motivationssituation noch verschärfe - ein kleiner psychologischer Teufelskreis, den man nur bewusst durchbrechen kann. Also am Anfang vielleicht erst mal kleinere Laufbrötchen backen, und sich dann ganz allmählich steigern. Just do it! ;-)
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