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Sonntag, 15. Juli 2018

Tief durchatmen...

Seit meinem letzten Post ist zugegebenermaßen einiges an Wasser den Rhein hinabgeflossen... Grund dafür war jedoch nicht, dass ich meinen sportlichen Traum mittlerweile an den Nagel gehängt hätte, sondern dass in der Zwischenzeit beruflich und privat einfach enorm viel passiert ist, und die kontinuierliche Dokumentation meines Fortschrittes daher zwischenzeitlich leider ziemlich in den Hintergrund gerückt war. Ich gelobe Besserung... :-)

Voran ging es allerdings dennoch. Zwar nicht stetig bergauf, sondern inklusive einiger Höhen und Tiefen, aber im Grunde ist genau das einer der Gründe, warum ich meine Erfahrungen und Erlebnisse auf diese Weise festhalte - um zu zeigen, dass es im sportlichen Leben eines ambitionierten Freizeitathleten eben nicht nur Erfolge und Verbesserungen gibt, sondern auch allerhand Rückschläge und Enttäuschungen - und dass man trotz dieser Zäsuren niemals aufgeben darf...

Was ist also innerhalb des letzten Jahres sportlich so alles passiert? Eine detaillierte Auflistung würde hier natürlich den Rahmen sprengen und das ein oder andere kann ich ja mal in künftigen Posts mit abfrühstücken. Im Groben und Ganzen lassen sich die letzten Monate aber folgendermaßen zusammenfassen: seit Anfang des Jahres bin ich stolzer Besitzer eines Cross-Bikes und eines Triathlon-Bikes, vorletzten Monat konnte ich meine bisherige Halbmarathon-Bestzeit um schlappe 15 Minuten auf 1:44:01 verbessern, im Herbst steht ein einwöchiges Schwimm-Camp auf dem Plan - und seit vorgestern habe ich die medizinische Gewissheit einer Asthma-Erkrankung...

Sonntag, 26. März 2017

So bekommt jeder sein Fett weg

Beim Laufen im Speziellen bzw. beim Sport im Allgemeinen sollten natürlich in allererster Linie  sportliche und gesundheitliche Aspekte im Vordergrund stehen. Ich würde jedoch lügen (und manch anderer sicherlich auch), wenn dabei nicht auch ein ästhetischer und narzisstischer Faktor eine gewisse Rolle spielt.

So lag auch zu Beginn meiner "Laufkarriere" der Fokus zunächst auf Gewichtsabnahme bzw. -optimierung. Zu diesem Zeitpunkt frönte ich noch exzessiv dem Bodybuilding und hatte mein Körpergewicht im Laufe der Jahre von ursprünglich ca. 81 auf zwischenzeitlich knapp 96 Kilogramm hochgeschraubt. Was dabei allerdings auch in die Höhe schnellte, war mein Körperfettanteil - der phasenweise ungefähr 18 Prozent betrug. Das warvzwar in der damaligen Altersgruppe (20-39) gerade noch so im Normbereich, aber eben auch nicht mehr wirklich wenig. Insofern war das Laufen zunächst ausschließlich Mittel zum Zweck. Spaß spielte dabei anfänglich eher eine untergeordnete Rolle. Umso wichtiger war mir daher aus motivatorischen Gründen die statistische Erfassung etwaiger Fortschritte: jede Sekunde weniger, jeder Meter mehr, jede Kalorie mehr (oder weniger) waren entscheidend und notwendig, um mir die Plackerei halbwegs schönzureden. Eine Obsession, die mich seitdem nie mehr ganz losgelassen hat..

Sonntag, 20. November 2016

Gesundheit: Herzeleid


Wie bereits angedroht bzw. angekündigt möchte ich mich des Themas Herzmuskelentzündung (Myokarditis) an dieser Stelle nochmal aus persönlicher Sicht und Motivation heraus ausführlicher widmen. Es ist mir sozusagen ein Herzensanliegen...

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/Heart
Im Rahmen der auf insgesamt 10 Jahre angesetzten Gutenberg-Gesundheitsstudie, an der ich seit 2011 teilnehme, war Anfang des Jahres - genau gesagt am 20.02.2016 - mal wieder ein Komplett-Check fällig. Um es kurz und schmerzlos zu machen: Alle Untersuchungen bzw. Werte waren soweit in bester Ordnung. Im abschließenden Gespräch mit der leitenden Ärztin bekam ich jedoch einen kleinen Zettel in die Hand gedrückt, der auf einen erhöhten Troponin-Wert hinwies und riet, diesen bei meiner Hausärztin nochmal überprüfen zu lassen. Troponin? Zum ersten Mal gehört. Eine kurze Internetrecherche ergab, dass es sich hierbei um ein Herzeiweiß handelt, das auf eine mögliche Myokarditis hinweisen kann. Da ich mich jedoch bestens fühlte, alle Trainingswerte nach oben zeigten, und ich zudem mitten in der Vorbereitung zum 17. Gutenberg (Halb-)Marathon war, schenkte ich der Sache zunächst keine weitere große Aufmerksamkeit.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Wenn der Schuh drückt: Ursachen und Behandlung von Blasen

Blasen. Sie sind mindestens so populär wie schlechtes Wetter - wobei man bei letzterem immerhin noch Laufen gehen kann. Erstere können einem hingegen die sportliche Betätigung nachhaltig vermiesen. In meiner bisherigen "Laufkarriere" hatte ich schon wiederholt das Vergnügen. Zum Glück eher selten, aber lästig und nervig sind sie dennoch jedes Mal. Daher widme ich mich an dieser Stelle mal in personalisierter Form des Themas der Ursachen, Vorbeugung und Behandlung von Blasen...


Montag, 9. November 2015

Gesundheit: Hör auf Deinen Körper!

Wie es der Zufall so will, stieß ich eben - einen Tag nach einem doch recht zähen und anstrengenden längeren Lauf - auf einen aktuellen Beitrag mit dem Titel: "Entscheidungstag: Laufen mit Erkältung, ja oder nein?". In dem Beitrag beschreibt der Autor, Mike Kleiß, folgendes - manchem wohl nicht so unbekannte - Entscheidungsdilemma: Man möchte eigentlich gerne laufen, spürt aber dass man möglicherweise etwas "in den Knochen hat." Kleiß' Rat: "Fühlen Sie sich einfach nicht wirklich gut, ohne aber Anzeichen einer echten Krankheit, dann laufen Sie los!"

Bei einem undefinierten Anflug von Schlappheit oder Saft- und Kraftlosigkeit spricht im Zweifelsfall zunächst nichts dagegen, die Laufschuhe zu schnüren. Aber: nicht übertreiben, nicht forcieren und immer wieder in den Körper hineinhorchen! Manchmal kann eine derartige Schlappheit motivatorisch bedingt sein, manchmal kann sie Folge eines angeschlagenen Immunsystems sein. Daher ist es wichtig und ratsam, die Einheit erstmal locker anzugehen. Wenn man auch nur ansatzweise spürt, dass der Lauf irgendwie anstrengender oder beschwerlicher ist als sonst - und hierbei sind harte Fakten wie Puls oder Durchschnittszeit ausgesprochen hilfreich - sollte den Lauf entweder direkt abbrechen, oder nur ein ausgesprochen reduziertes Pensum absolvieren.

Mit zunehmender Erfahrung und Laufdauer entwickelt man als Sportler im Grunde ein recht gutes Gefühl für seinen eigenen Körper. Man lernt seine Stärken und Schwächen kennen, und seine Leistungspazitäten und -reserven richtig einzuschätzen. Dies sollte man schätzen und nutzen. Ein ambitionierterer Läufe sollte somit ganz gut in der Lage sein, einen undefinierten Anflug von Schlappheit oder Saft- und Kraftlosigkeit richtig einzuordnen. Auf der anderen Seite sollte man sich insbesondere an solchen "Entscheidungstagen" vor falschem Ehrgeiz hüten. Dieser ist zwar in der ein oder anderen Ausprägung eine zentrale Triebfeder unseres sportlichen Seins, stachelt uns aber auch gerne mal zu mehr an. Insbesondere wenn man möglicherweise wirklich etwas "ausbrütet", sollte der Verstand daher das finae Wort haben. Das Allerletzte was man ja eigentlich will, ist krank zu werden., und dadurch noch länger auszufallen...

Bei eindeutigen Krankheitsymptomen - Husten, Niesen, Halsschmerzen - sollten sportliche Betätigungen allerdings absolut tabu sein. In so einer Situation ist der Körper mehr als genug mit der Bekämpfung der Krankheitserreger und -auswirkungen beschäftigt, und zusätzliche sportliche Belastungen entziehen ihm nur noch mehr Energie. Zudem sollte man nicht unterschätzen, dass sich verschleppte Erkältungen oder sportliche Belastungen im geschwächten Zustand durchaus auch negativ und nachhaltig auf das Herz-Kreislauf-System auswirken können. Dies ist mit Sicherheit der Ausnahme- und Extremfall, aber Entscheidungen gegen den Körper sollte man keinesfalls als Lappalie abtun.

Montag, 24. August 2015

Gesundheit: Der Fluch des Achilleus

Laut der Laufbibel (sehr zu empfehlen!) von Dr. Matthias Marquardt ist die Achillessehnenentzündung in den letzten Jahren zur häufigsten Laufverletzung überhaupt geworden. Die Ursachen dafür sind vielfältig: neben einer schwachen Fußmuskulatur, einer schwachen Wadenmuskulatur oder einer schlechten Lauftechnik ist eine unverhältnismäßige Belastungssteigerung wohl die am weitesten verbreitete Ursache.

Und da muss ich mich leider schuldig bekennen... Nachdem ich in den vergangenen Jahren vorwiegend maximal um die 10 Kilometer gelaufen bin, entschloss ich mich Ende letzten Jahres zur Teilnahme am Gutenberg-Halbmarathon. Ende November schlug dann allerdings leider der Erkältungshammer zu, und brachte mich - nebst anderen Ursachen - bis Anfang März komplett aus dem Tritt. Um dennoch einen guten Halbmarathon unter zwei Stunden zu absolvieren, erhöhte ich daher in kürzester Zeit die Distanzen, was bis zum Starttermin am 10.05.2015 im Grunde auch ohne Probleme verlief. Dann kamen aber in kürzester Zeit mehrere Dinge zusammen, die meine Achillessehnen wohl nicht ganz so gut fanden: ein Berglauf in der Woche vor dem Halbmarathon, der Halbmarathon als längste bis dato gelaufene Strecke (die längste Vorbereitungsdistanz waren 18,50 Kilometer), und ein veritabler Endspurt auf dem letzten Kilometer. Direkt nach dem Rennen war eigentlich alles gut, aber einige Tage später fing es an ein wenig zu zwicken. Also: Trainingspause. Die zog sich dann leider bis Ende Juni hin, darauf ging es drei Wochen in die USA. Seit Anfang August also wieder der Neuanfang.

Und trotz längerer Trainingspause zwacken die Achillessehnen leider nach wie vor. Von einer Entzündung würde ich eigentlich nicht sprechen, da die Sehnen weder schmerzen, noch druckempfindlich oder gerötet sind, aber gereizt sind sie auf jeden Fall. Dass ich mittlerweile nach knapp drei Wochen Training schon wieder ca. 10 Kilometer laufe, könnte natürlich nicht ganz unschuldig dran sein... Eine erneute Trainingspause oder kürzere Distanzen kommen für mich aber im Grunde nicht in Frage. Also versuche ich zunächst einen dreifachen Ansatz:

1. vorerst keine weiteren Umfangssteigerungen, damit sich die Achillessehnen an die aktuelle Distanz/Belastung gewöhnen.

2. zwei mal täglich Dehnungsübungen der Wadenmuskulatur/Sehnen. Dazu stelle ich mich auf einer Stufe auf die Zehenspitzen und hebe und senke für jeweils zwei Sekunden die Füße. Zielsetzung sind vorerst ca. 20 Wiederholungen

3. momentan verwende ich einmal täglich Voltaren auf den entsprechenden Regionen. Voltaren Forte habe ich mir ebenfalls zugelegt, nehme von einer Anwendung aber erstmal Abstand. Die Anwendung sollte natürlich regelmäßig nicht über einen längeren Zeitraum gehen. Zusätzlich habe ich mir letzte Woche 'Achillosan 1' geholt. Davon habe ich in einem Läuferforum eher zufällig gelesen. Das ganze erinnert stark an Pferdesalbe, und soll jeweils direkt vor und direkt nach der sportlichen Belastung eimassiert werden. Anwendungspremiere war heute, von daher kann ich noch keine großartigen Aussagen treffen. Ich werde das aber natürlich genau im Auge behalten, und zeitnah berichten. Ach ja: Achillosan kostet 11,95 Euro für 100ml und gibts in jeder guten Apotheke.

Bleibt zu hoffen, dass all diese Maßnahmen helfen, mein Achillessehnenproblem mittelfristig in den Griff zu bekommen. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten...