Sonntag, 29. Mai 2016

Testbericht: Sportbrille ORAO Bislett

Der Sommer naht. Und damit untrennbar auch eine höhere Sonnendauer und -intensität. Während man im Herbst und im Winter weitestgehend ohne okulares Accessoire auskommt, kann die Sonne einem in den schönsten Monaten des Jahres durchaus auch mal auf den Nerv und auf die Augen gehen. Und da ich bereits im vergangenen Jahr - blinzelnd und augenzukneifend - mit dem Gedanken kokettiert hatte, entschied ich mich nun endlich für den Erwerb einer Laufbrille. Und dass so ein Ding auch noch schick aussieht war natürlich bei der Konsumentscheidung überhaupt kein Grund ;-)

Nach einiger Sucherei entschied ich mich letztlich gegen teurere Modelle, wie z.B. die Rudy Projekt Synform White Matte ImpactX Photochromic 2LaserBlack für schlappe 299,90 Euro oder die Julbo Venturi Zebra Light für vergleichsweise schlanke 139,95 Euro. Stattdessen fiel meine Wahl auf die ORAO Bislett. Sieht m.E. schick aus, und für 34,99 Euro kann man echt nichts sagen. Klar - qualitativ werden die anderen Sportbrillen u.U. höherwertiger daherkommen, aber für meine Zwecke sollte die ORAO Bislett erstmal ausreichend. Da ich bisher auch noch nie mit einer Sportbrille gelaufen bin, will ich ohnehin erstmal testen bzw. "sehen", ob ich damit klarkomme.

KW 21 (23.05. - 29.05.2016): The Week After

Nach dem doch ziemlich anstrengenden Gutenberg Halbmarathon und angesichts der zuletzt intensiveren Trainingsvorbereitung standen diese Woche vor allen Dingen Regeneration und Erholung im Vordergrund. Insbesondere wenn man - wie bei offiziellen Rennen üblich - seine Leistungsgrenzen auslotet, sollte man seinem Körper etwas Entschleunigung gönnen, um die Akkus wieder aufzuladen und keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Nach Jack Foster, der von 1974 bis 1990 die weltbeste Marathonzeit (2:11:19) im Masters-Bereich (40 Jahre +) hielt, soll man sich nach einem harten Wettkampf pro fünf gelaufene Kilometer etwa drei Tage Erholung gönnen, bevor man wieder hart trainiert oder einen Wettkampf bestreitet. Lockere Läufe oder Belastungen sind aber auf jeden Fall möglich. Nur übertreiben sollte man es halt nicht. Und angesichts einer leider doch wieder unfassbar stressigen Woche war das mit Sicherheit auch keine schlechte Entscheidung...

Meinen ersten Lauf nach dem Halbmarathon absolvierte ich somit erst wieder am Samstag. Bei schwül-warmen 24 Grad war an Rekorde ohnehin nicht zu denken, sodass am Ende 9,56 Kilometer in halbwegs entspannten 56:41 Minuten zu Buche standen. Wobei "entspannt" bei 75 Prozent im Geschwindigkeitsbereich, 21 Prozent im Ausdauerbereich und 3 Prozent im Sprintbereich nicht ganz zutreffen. Aber das ist erneut dem Wetter geschuldet, an das ich mich in den kommenden Wochen und Monaten aber wohl oder übel (wieder) gewöhnen muss. Nächste Woche wird dann das Tempo allmählich wieder etwas angezogen...


Datum Aktivität Distanz Zeit km/min Kommentar

28.05.2016 Laufen 9,53 km 0:56:41 5:56

Mittwoch, 25. Mai 2016

Der 17. Gutenberg (Halb-)Marathon am 22.05.2016

Nach Monaten der Vorbereitung, des Laufens und Leidens, des Hoffens und Bangens, war es nun also soweit: der Tag des 17. Gutenberg (Halb-)Marathons war gekommen. Wie in den vergangenen Wochen schon mehrfach angesprochen, verlief das letzte knappe halbe Jahr nicht ganz so reibungslos, sodass ich unter besseren Voraussetzungen wahrscheinlich noch fitter gewesen wäre. Aber sei es, wie es ist - man muss immer das Beste aus dem machen, was man hat bzw. was einem gegeben wird...

Nichtsdestotrotz war die Vorfreude gewaltig. Derartige Großveranstaltungen sind immer etwas ganz Besonderes, und erfüllen mich jedes Mal mit einer ausgesprochenen Freude und Begeisterung. Ähnlich wie bei einschlägigen Konzerten fühlt man sich wohlig von Gleichgesinnten umgeben, und nimmt sich als Teil eines größeren Ganzen, einer identitätsstiftenden Gemeinschaft wahr. Aber nicht nur die Stimmung und Begeisterung der Teilnehmer, auch die zahlreichen Zuschauer und Helfer machen so ein Event zu etwas Außergewöhnlichem und zu einem absoluten Highlight im persönlichen Laufkalender.

Donnerstag, 19. Mai 2016

KW 20 (16.05. - 22.05.2016): Judgement Week

Letzte Woche, letzte Läufe... Auf dem sportlichen Speiseplan stehen diese Woche ein kurzer schneller und ein abschließender längerer und langsamerer Lauf, bevor ich mir vor dem bisherigen "Saisonhöhepunkt" :-) nochmal drei erholsame und krafttankende Tage gönne, um am Sonntag dann - hoffentlich - richtig durchzustarten.

Am Dienstag ging es somit auf eine schnelle, kurze Runde. Resultat: 10 Kilometer in 52:43 Minuten. Die ersten Kilometer spulte ich dabei in einem knappen 5er-Schnitt pro Kilometer ab, bevor ich langsam etwas Tempo rausnahm. Komplett abschießen wollte ich mich kurz vor dem Halbmarathon am Sonntag dann doch nicht. Dennoch waren Zeit und Gefühl durchaus mit meiner Leistung vom Maarauelauf vergleichbar. Knappe 12-14 Kilometer müssten/könnten so an guten Tagen aktuell in dem Schnitt drin sein, aber mehr zurzeit auch noch nicht. Hochgerechnet auf die kompletten 21,0975 Kilometer wären 5:20 so möglicherweise denkbar. Aber mangels längerer, stabilerer Vorbereitungsphase traue ich dem Braten nicht ganz...

KW 19 (09.05. - 15.05.2016): Der letzte lange Marsch

Nur noch zwei Wochen bis zum Halbmarathon, und angesichts der doch sehr ambivalenten - sowohl sehr guten, als auch persönlich ziemlich inakzeptablen - Leistungen der letzten Tage kann ich meine aktuelle Form - und damit meine mögliche Performance am 22. Mai - nur sehr schwer einschätzen. Von Topleistung bis Flopleistung scheint momentan alles drin zu sein. Die knapp vier Wochen erkältungsbedingte Pause im März haben mich doch weiter zurückgeworfen als befürchtet, sodass meine Zeiten und Leistungen noch kein stabiles Niveau aufweisen und ziemlich schwanken. Folglich wird es wohl am Ende von der Tagesform abhängen...